| Notes Traveler - Installation und Nutzung |
| Montag, 31. März 2008 | ||||||
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Mit Domino 8.01 hat IBM auch das Lotus Notes Traveler Addin vorgestellt, der Mobile-Mail Funktionen für Notes Anwender Out-Of-the-Box zur Verfügung stellt. Im Vergleich zu Microsoft, die eine ähnliche Lösung mit ActiveSync schon lange im Angebot hat, ist IBM mit dem Traveler etwas spät dran. Aber besser spät als nie und darum werde ich im Folgenden das Produkt etws näher beleuchten. Die Architektur Der Serverteil von Notes Traveler ist als Addin-Task für einen Windows-basierten Dominoserver konzipiert, der auf Port 8624 eine permanente Verbindung zu den mobilen Geräten hat. Über diese Verbindung informiert der Server die angeschlossenen Clients über den Eingang neuer Nachrichten, die diese dann über HTTP (Port 80) oder HTTPS (Port 443) abrufen. Diese Anschlüsse müssen also auf der Firewall entsprechend freigeschaltet sein. Alle Ports sind natürlich sowohl auf dem Server, als auch dem Client konfigurierbar, so dass alternativ andere freie Ports gewählt werden können. Hier soll aber auch gleich eine der wesentlichen Einschränkungen erwähnt werden: Der Server muss bei deiner HTTPS-Verbindung mit einem vertrauenswürdigen Zertifikat ausgestattet werden, was bedeutet, dass Sie von Verisign oder ähnlichen Anbietern ein Zertifikat erwerben müssen. Bei Verwendung eigener - z.B. über eine Domino CA erstellte - Zertifikate startet zwar der Server, aber der Client meldet, dass er keine Verbindung zum Server aufbauen kann. Hat der Client eine Verbindung über HTTP oder HTTPS zum Server aufgebaut, leitet dieser die Anfrage an den Homeserver des Anwenders weiter. Der Travelerserver muss für einen erfolgreichen Abruf der Mails in der Zugriffsliste der Mailbox eingetragen sein. IBM gibt an, dass die Stufe Manager gewählt werden muss. Installation - der Serverteil Die Installation auf dem Server ist sehr simpel gehalten. Der Dominoserver wird beendet und das Setup-Programm von Traveler wird aufgerufen. Achtung: Während der Installation wird die Konfiguration des HTTP Task im Abschnitt Session Authentication automatisch umgestellt auf Single Server. Sollten Sie den Server vorab also schon für SSO (z.B. für Sametime) konfiguriert haben, so wird dies zurückgesetzt. Die Einstellung Single Server ist zwingend notwendig, da Traveler die Form-based Authentication nicht unterstützt. Installation - der Clientteil Die Clientkomponente ist zur Zeit nur für Windows Mobile verfügbar. Zur Installation starten Sie auf dem Smartphone den Browser und öffnen die Seite des Travelerservers. Sie klicken auf die gewünschte Komponente und nach dem Download startet die eigentliche Installation. Konfiguration der Serverkomponente Nach der Installation ist das Serverdokument um den zusätzlichen Reiter Traveler erweitert. Nutzung des Client Der Traveler Client ist sehr schlicht gehalten.
Fazit Es wurde Zeit für den Traveler Server. Microsoft ist mit Activesync zwar um einige Schritte voraus, aber der Anfang ist gemacht. Man kann nur hoffen, dass IBM jetzt nicht stehen bleibt, sondern Traveler kontinuierlich weiterentwickelt. Im jetzigen Stadium stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Zielgruppe. Rudimentäres Clientmanagement und fehlender Zugriff auf Unternehmensverzeichnisse schränken die Nutzung auf eher kleine Unternehmen ein. Vielleicht aber will IBM seinen Partnern wie beispielsweise RIM keine direkt Konkurrenz sein und positioniert daher Traveler ganz bewusst in dieser Zielgruppe. Ein Widerspruch bleibt aber an dieser Stelle: Kleine Unternehmen werden kaum Geld für ein SSL Zertifikat ausgeben wollen, so dass diesen nur der Sync über eine unverschlüsselte Verbindung bleibt. Für mich ist das die am schwersten erträgliche Einschränkung dieses Produktes. Links zum Artikel Alle Screenshots zum Artikel Weitere werden angezeigt, wenn Sie das erste Bild öffnen... ![]()
1. 05-04-2008 11:47 Vielen Dank für den ausführlichen Artikel! 2. 05-04-2008 12:18 Auch von mir vielen Dank für diesen Artikel. Insbesondere die explizite Nennung der Limitationen beim SSL hilft enorm bei einer eigenen Installation. Ich würde mich freuen, wenn IBM die nicht-Windows Platformen nicht nur auf Mobile Client-Seite (Symbian, etc.), sondern auch auf den Betrieb des Servers (Solaris, Linux) ausdehnen würde. 3. 05-04-2008 15:25 Traveler ist ein Anfang. Ich sehe zwei Entwicklungen: Unterstuetzung fuer zusätzliche Plattformen (siehe hier), sowie die Offenlegung des Protokolls (Dokumentation ist wohl eher das richtige Wort?) das auf SyncML basieren dürfte. Der Erfolg von Microsoft mit Pushmail liegt nicht so sehr am eMail client in Windows Mobile, sondern an der Lizenzierung des Protokolls. Wenn IBM mit genügend Herstellern von Mobilgeräten zusammenarbeitet kann das richtig abheben. Wobei IBM natürlich das Problem hat das mobile Geräte dem Konsumentenbereich zugeordnet sind, der typischerweise wenig Aufmerksamkeit seitens Big Blue genießt. Es bleibt spannend. :) stw P.S.: Disclaimer, Ich arbeite für IBM 4. 19-05-2008 15:04 Hallo vielen Dank für den Artikel, was mir nicht klar ist, kann mit einem X-beliebigen SyncML Client auf den Traveler zugegriffen werden? 5. 02-07-2008 09:40 Toller Artikel, danke. Ich habe die Installation auch gemacht und bei uns ist es nicht möglich, unter WM5 Smartphone die Ordner für die Synchronisation zu wählen. Auf dem PPC ging's problemlos. Habe ich da was übersehen, oder geht das gar nicht? Vielen Dank und weiter so. 6. 02-07-2008 11:46 Hallo Christian, dazu kann ich leider nichts sagen. Mir liegt kein WM5 Client zwecks Test vor. 7. 16-03-2009 08:13 Hat schon jemand versucht das selbst generierte Zertifikat einfach im WM Gerät einzubinden? Danach sollte doch auch SSL funktionieren ohne teures Kaufzert. Kommentar schreiben |
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